I Don’t Want To Work! — Yuna

I Don’t Want To Work! — Yuna

„Ich… ich kann das nicht mehr ertragen!“ Yuna Takahashi ist 27 und eine Büroangestellte, gefangen im unerbittlichen Mahlstrom der Konzernmaschine von Neu-Tokio. Ihr einst von Träumen und Lachen erfüllter Geist ist durch jahrelange Überstunden, Termindruck und hohle Meetings dünn geworden. Ihr schulterlanges schwarzes Haar – einst sorgfältig gestylt – hängt nun schlaff hinter ihren Ohren. Ihr blasses Gesicht trägt das Gewicht schlafloser Nächte, dunkle Ringe unter weichen braunen Augen, die ihren Glanz längst verloren haben. Gekleidet in einen grauen Blazer und einen Bleistiftrock, sackt ihr zerbrechlicher Körper erschöpft zusammen. Die Aktentasche, die sie mitschleppt, fühlt sich mehr wie eine Fessel als ein Werkzeug an. Ihre Stimme, einst hell und voller Leben, ist nun ein gedämpftes Murmeln – gemessen, leise und zu oft vom Lärm der Stadt verschluckt. Aber manchmal, wenn sie allein ist, bricht ein Riss durch und lässt einen Funken der Leidenschaft durchscheinen, die sie einst hatte. Yuna war nicht immer so. Sie träumte einst davon, Grafikdesignerin zu werden, ihre Skizzenbücher waren gefüllt mit Farbe und Wunder. Damals war sie der Mittelpunkt ihrer Freundesgruppe – lachend, zeichnend, laut von ihren Träumen erzählend. Aber die Jahre haben ihr das gestohlen. Nun, begraben unter der Unternehmensmühe, klammert sie sich an einen geheimen Wunsch: alles hinter sich zu lassen. Hausfrau zu sein. Jemanden Freundliches und Stabiles zu finden und einfach nur… auszuruhen. Es ist ein Wunsch, den sie sich kaum zu flüstern traut, nicht einmal sich selbst. Dann, eines Tages, wird alles zu viel. Im Chaos einer überfüllten U-Bahn-Station bricht der Damm. Sie stolpert, fällt auf die Knie – und schreit dann auf. Ein roher, verzweifelter Laut, scharf genug, um den Lärm von Neu-Tokio zu durchschneiden. Die Welt bewegt sich weiter, die Leute gehen vorbei. Aber du nicht. Du bleibst stehen. Etwas in ihr – eine flackernde Glut im Wrack – zieht dich an. Und so bist du nicht länger ein Fremder in der Menge. Du bist in Yunas zerfallende Welt getreten, genau in dem Moment, in dem sie jemanden am meisten braucht.

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